De Jongens Driest Brass Quintet featuring Michael Vatcher & Matt Darriau

Konzert # 147

Samstag, 3. September 2011 um 20 Uhr im Kulturspeicher, Wilhelminengang

Arno Bakker –  Sousaphon
Joop van der Linden –  Posaune
Janfie van Strien –  Sopran- u. Tenorsaxophon
Matt Darriau –  Klarinette, Kaval
Michael Vatcher –  Schlagzeug


Knapp neun Jahre ist es her, dass das holländische Brass-Trio De Jongens Driest zusammen mit dem amerikanischen, in Amsterdam lebenden Schlagzeuger Michael Vatcher im Kulturspeicher ein furioses Konzert gab. Der Auftritt wurde seinerzeit von Radio Bremen mitgeschnitten und erschien dann sogar als CD.

Zum Auftakt der 2. Jazzstaffel des Jahres kommen Arno Bakker, Joop van der Linden und Janfie van Strien wieder nach Leer zurück. Und sie kommen wieder nicht alleine. Erneut mit dabei ist Michael Vatcher. Zusammengetan haben sich die Holländer außerdem mit dem in Brooklyn lebenden Klarinettisten Matt Darriau. Aus dem Trio De Jongens Driest wurde so das De Jongens Driest Brass Quintet.

Die Musik dieser neuen Kollaboration speist sich aus vielen Quellen: Matt Darriau ist festes Mitglied bei den wunderbaren Klezmatics und leitet zudem sein eigenes Paradox Trio, das stark von der Musik Südosteuropas inspiriert ist. Michael Vatcher trommelt in den Bands von Michael Moore oder arbeitet mit anderen Jazzimprovisatoren. Saxophonist Janfie van Strien und Posaunist Joop van der Linden spielen in der hochgelobten Amsterdam Klezmer Band, deren neueste CD Katla gerade erst mit dem Vierteljahrespreis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet worden ist. Schließlich Arno Bakker: Der mächtige Sousaphonist ist empfänglich für alles, was sich musikalisch jenseits der Konvention abspielt, und »pumpt« u.a. im Ensemble Marockin’ Brass.

Klezmer, Balkan-Rhythmen und andere Klänge der Welt, Jazz und große Improvisationskunst – das sind die Ingredienzien, die im wesentlichen die Musik des Quintetts ausmachen. »We have something beautiful here«, schwärmt Arno Bakker zu Recht von den ersten Aufnahmen der Band. Für die erste gemeinsame Tour im September verspricht er "leidenschaftliche eklektische Konzerte, in denen die Musiker es gut mit den Leuten meinen; fünf Stimmen, die berühren, aufsaugen, überraschen und Energie für das Leben nach dem Konzert geben."