Hasse Poulsen’s Sound of Choice

Hasse PoulsenKonzert # 150

Freitag, 24. November 2011, 20 Uhr

Hasse Poulsen –  Gitarre
Fredrik Lundin –  Sopran- u. Tenorsaxophon
Lars Juul –  Schlagzeug


»Freewheelin’ Scandinavia« ist das verbindende Motto von zwei Abenden, an und mit denen »Jazz live im Speicher« das 150. Konzert der Reihe feiert. Eingeladen für das Jubiläums- und für ein Extrakonzert 13 Tage später wurden das dänische Trio Sound of Choice sowie das norwegisch-schwedische Quintett Atomic – zwei Ensembles, die seit den 1990er Jahren auf je eigene Weise herrlich offene Jazzmusik produzieren.

Die Band Sound of Choice gibt es seit 20 Jahren. Nach personellen Änderungen in der Anfangszeit spielt sie seit Mitte der 1990er Jahre in der heutigen kongenialen Dreierbesetzung. Neben dem Gitarristen Hasse Poulsen, dessen Saitenkünste den Leeraner Jazzfreunden durch seine Auftritte mit dem Trio Das Kapital und dem Hélène Labarrière Quartet in bester Erinnerung sein dürften, gehören zum Trio der Saxophonist Fredrik Lundin und der Schlagzeuger Lars Juul, beide sind erstmalig im Speicher zu erleben.

Das bislang letzte Album von Sound of Choice erschien 2010. Es trägt den schönen Titel Hippies With Money und vereint die Qualitäten der Band in einer Weise wie noch nie zuvor. Drei Stücke darauf sind großen stilprägenden Gitarristen gewidmet: John Scofield, Jim Hall und Chuck Berry. Zu hören gibt es Rock- und Bluesverwandtes, balladesken und schnellen, lauten und leisen, rhythmusbetonten und abstrakten Jazz.

Die Einspielung dieser CD habe »pures Vergnügen« bereitet, und das Ergebnis könne man tatsächlich als eine »Kollektion von Songs« ansehen, erzählt Poulsen zufrieden in den Linernotes. Genau die Musik zu machen, die man machen möchte – nur darum gehe es, Jede weitere Sinngebung lehnt Poulsen ab: »This is music I Iike, what we like. It certainly is not a record that will change history or bring peace, prosperity and democracy to the world. It won’t fill our pockets with gold either, we really enjoy this music«,

Das Trio Sound of Choice sei eine Band unter Tausenden von anderen Bands, sagt Poulsen. Dass er damit mächtig tiefstapelt, wird für die Gäste des Jubiläumskonzerts mit Sicherheit eine der ersten Erkenntnisse des Abends sein.

Hier finden Sie ein Grußwort zum 150. Konzert von Dr. Wolfram Knauer, Direktor des Jazzinstituts Darmstadt.