Die Glorreichen Sieben

»A tribute to Neil Young«

Konzert #190
Freitag, 9. Oktober 2015, 20 Uhr

Kalle Kalima - E-Gitarre
Flo Götte - E-Bass
Christian Lillinger - Schlagzeug
Alfred Vogel - Schlagzeug

Entweder sofort oder mit Verzögerung ist sie da, die eine, unausweichliche Frage:: Wie passt der Bandname zur vierköpfigen Bandbesetzung?

Cineasten dämmert’s vielleicht am schnellsten: Ja, der Bandname geht zurück auf einen Klassiker des Westernfilms, »The Magnificent Seven« von John Sturges. Der Film, der in deutschen Kinos unter dem Titel »Die Glorreichen Sieben« lief, erzählt die ewige Geschichte von Gut und Böse: Sieben schießfreudige Cowboys lassen sich anwerben, um ein kleines mexikanisches Dorf vor den regelmäßigen Überfällen einer berittenen Räuberbande zu beschützen.

Das vom österreichischen Schlagzeuger Alfred Vogel (im Bild rechts) gegründete Quartett DIE GLORREICHEN SIEBEN ist entstanden als ein Projekt, das sich der Musik in Westerfilmen widmen wollte, jenen Soundtracks, die sich zusammen mit den Filmbildern fest ins kulturelle Gedächtnis eingenistet haben. »Best Of Western« heißt dann auch das erste Album der Band. Es beginnt – wenig verwunderlich – mit Elmer Bernsteins Titelmelodie aus »The Magnificent Seven«. Von der Band zunächst dekonstruiert, verwandelt sich der Ohrwurm in der zweiten Hälfte in einen Reggae. Bearbeitet werden außerdem Westernmelodien von Ennio Morricone und auch die Titelmusik zur TV-Serie »Bonanza«.

Unter Beibehaltung des Filmnamens ist die Viererbande inzwischen weiter geritten, hin zu Neil Young. »Keep On Rockin’ In The Free World« heißt vielsagend ihr zweites Album und ist eine außergewöhnliche Hommage an einen außergewöhnlichen Rockmusiker. Young-Klassiker wie »Heart Of Gold«, »Cinnamon Girl« oder »Like A Hurricane« dienen dem finnischen Gitarristen Kalle Kalima, dem Schweizer Bassisten Flo Götte, dem deutschen Schlagzeuger Christian Lillinger sowie Alfred Vogel am zweiten Schlagzeug als Ausgangsmaterial für improvisatorische Freiflüge ganz im Young’schen Sinne, dessen Faible für ausschweifende Rockjams mit seiner Band CRAZY HORSE ja hinlänglich bekannt ist.

Gesungen wird auf dem Album nicht. Youngs Texte entstehen automatisch – im Kopf der Hörer. »Dies ist Free Rock«, schrieb Ulrich Storck jubelnd in der »Zeit«. Für die »Leipziger Volkszeitung« ist das Album »eine der schönsten, in der Freiheit des Jazz wurzelnden Verbeugungen« vor Neil Young überhaupt.

Am 12. November 2015 wird der Kanadier 70 Jahre alt. »Jazz live im Speicher« würdigt mit den GLORREICHEN SIEBEN dieses Datum schon einen Monat eher, zusätzlich garniert mit Ausritten der Band in den »Wilden Westen«.