***Ausfall*** Julie Sassoon & Willi Kellers *** Ausfall ***

**** Achtung - dieses Konzert fällt leider aus **** Grund ist die Coronavirus-Epidemie ****

Konzert #236 - Donnerstag, 19. März 2020, 20 Uhr


Julie Sassoon - piano
Willi Kellers - drums & percussion

Klavier plus Schlagzeug! Zumindest in der Reihe »Jazz live im Speicher« hat es dieses Duoformat noch nicht gegeben, ist aber auch sonst in der Jazzwelt eher selten. Welche Möglichkeiten und Freiheiten eine solche Kombination eröffnet, demonstrieren seit einiger Zeit die britische Pianistin Julie Sassoon und der deutsche Schlagwerker Willi Kellers. Zueinander gefunden haben sie in Berlin, wo sie während einer ersten Probe in Sassoons Studio so etwas wie Schlüsselerlebnisse hatten und eine Verbundenheit spürten, die beide zum Weitermachen beflügelte.

Der ersten Privatsession folgten Aufnahmen im Studio des rbb, danach dann, so Willi Kellers, »ein Konzert nach dem anderen«. Die Musik des Duos entwickelte sich weiter. Und immer wieder gab's Auftritte voller Magie. Seit 2019 liegt mit »Waves« nun endlich auch ein Tonträger des Duos vor. Er dokumentiert auf zwei CDs ein Konzert in München 2017 sowie ergänzend als Bonus einen Ausschnitt aus den rbb-Aufnahmen 2016. Im Booklet zu ihrer Veröffentlichung erzählt Willi Kellers, was die Musik des Duos für ihn so besonders macht:

»Die Musik von Julie und mir zu beschreiben ist nicht einfach, schließlich bin ich ja daran beteiligt. Vielleicht so: sie ist einfach gemacht, gespielt, es gibt keine komplizierten Kompositionen oder vertrackte virtuose Improvisationen, sondern eine Musik ›from heart to heart‹. Sie ist akkordisch, melodiös, rhythmisch, voller exotischer Klangfarben. Klavier, singing, Steeldrum, Kalimba, ein konventionelles Jazzschlagzeug. Und über allem schwebt der Gesang. Wir singen im Duo oder allein, jeder für sich. Mut und Entspanntheit. Pausen von erträglicher oder unerträglicher Länge, die sich am Ende auflösen in einem Ausbruch oder ganz kleinen, sehr leisen Melodien. Was bleibt: ein Rausch, ein Pfeifen. Doch alle Beschreibungen sind schwierig und nur der Versuch einer Annäherung an das Duo. Eine anspruchsvolle Musik, die beim Publikum ankommt. Das ist für mich Jazz.«