Tilman Oberbeck Trio featuring Anna-Lena Schnabel

Konzert #237 - Sonntag, 26. April 2020, 20 Uhr

Anna-Lena Schnabel - alto sax & flute
Tilman Oberbeck - double bass
Jorge Rossy - drums

»Wo sie mitspielt, brennt die Bühne«, schrieb das Magazin »Jazz thing«. »Ganz in ihrem Element spielt sie ihren eigenen Jazz, expressiv, direkt, keinen Formen und Konventionen verpflichtet, mit unvermittelten Brüchen und Enden«, hieß es über sie in der »Neuen Osnabrücker Zeitung«. Gemeint ist jeweils die Altsaxophonistin und Flötistin Anna-Lena Schnabel, die mit ihrer packenden, ausdrucksstarken Instrumentalkunst in kurzer Zeit zu einer bekannter Größe in der bundesdeutschen Jazzlandschaft wurde.

Anna-Lena Schnabel ist Jahrgang 1989. Jahrgang 1992 und noch nicht ganz so bekannt wie sie ist der Bassist Tilman Oberbeck, der die bereits mit einigen Preisen bedachte Musikerin für sein neues Trio gewinnen konnte. Beide gehören zu den jungen Kreativköpfen im deutschen Gegenwartsjazz. Mit ins Trio-Boot holte Oberbeck einen Musiker, für den Jazz bereits seit 30 Jahren und länger ein unabdingbares Lebensmittel ist, den spanischen Schlagzeuger Jorge Rossy, geboren 1964 in Barcelona. Rossy trommelte rund ein Jahrzehnt im Brad Mehldau Trio, spielte mit Größen wie Joshua Redman, Kurt Rosenwinkel, Lee Konitz oder Steve Swallow. tourte mit Wayne Shorter und war insgesamt an so vielen Aufnahmesessions beteiligt, dass sie sich kaum noch zählen lassen. Daneben und mit den Jahren immer mehr hat sich der Perkussionist, der auch ausgezeichnet Klavier spielt, aufs Unterrichten konzentriert. Hinzu kam die intensive Beschäftigung mit einem weiteren Instrument, dem Vibraphon.

Im April 2020 gehen Anna-Lena Schnabel, Tilman Oberbeck und Jorge Rossy erstmals gemeinsam auf Trio-Tour. Sie steht unter dem launigen Motto »Effortless Catastrophe«, mühelose Katastrophe - beste Voraussetzungen also für einen risikofreudigen Abend voller Gegensätze und Entdeckungen, voll ungebremster Spielfreude zwischen Tradition und Moderne. Man darf gespannt sein!